Dr. Friedrich Reitzig, Pfr.i.R.
Dr. Friedrich Reitzig, Pfr.i.R.
"Adagio" von Felix Mendelssohn-Bartholdy
aus: Orgelmusik an der Stumm-Orgel der Pauluskirche Kirchenheimbolanden mit Martin Reitzig - mit freundlicher Genehmigung.
04 Titelnummer 4.wmv
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"Begegnung"

Ernst Barlach "Das Wiedersehen" Foto: Hans Flügel

 

"Zwei haben sich gefunden"

 

Der Rechte lässt sich direkt hinfallen in die Arme des Anderen ...

Seine Hände halten sich an den Schultern fest, ja er hängt fast daran ...

Er einen gefunden und klammert sich an ihn, - sucht Halt bei ihm ...

Auch mit dem Gesicht ist er ganz nahe bei ihm - suchend - fragend ...

 

Und der Linke? - Wie wenn er den Anderen erwartet hätte. Er fasst ihn unter den Achseln und stützt ihn, er hält ihn ...

Gesicht und Gestalt drücken Ruhe und Gelassenheit aus, aber eine Gelassenheit, die Anteil nimmt am anderen und der der andere nicht gleichgültig ist.

 

 

Wie ist es bei mir?
Bin ich selbst nicht abwechselnd mal der eine und dann wieder der andere von den beiden?

Kenne ich nicht auch Situationen, 
wo ich alleine nicht weiter komme,
wo ich unsicher und voller Zweifel bin? .
Wo mir fast der Boden unter den Füßen weg rutscht, 
wo ich mich fest halten muss, um nicht umzufallen.
und dann?
Mache ich es wie der Rechte auf dem Bild? 
Der geht einfach zu einem anderen hin und läßt sich von ihm stützen. 
Und auch umgekehrt:
Wie oft bietet mir das Leben Gelegenheit, 
so eine/einer zu sein wie der Linke, 
eine/einer, die/der offene Arme hat, 
die/der Andere stützt und hält.
Kann ich es? 
Tue ich es?

Leben, das ist Geben und Nehmen, 
Halten und Gehalten werden.

 

Ein Lied:

Ich möcht, dass einer mit mir geht, der's Leben kennt, der mich versteht, 
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Ich möcht, dass einer mit mir geht.


Ich wart, dass einer mit mir geht, der auch im Schweren zu mir
steht, der in den dunklen Stunden mir verbunden.
Ich wart, dass einer mit mir geht.


Es heißt, dass einer mit mir geht, der's Leben kennt, der mich
versteht, der mich zu allen Zeiten kann begleiten.
Es heißt, dass einer mit mir geht.


Sie nennen ihn den Herren Christ, der durch den Tod gegangen
ist, er will durch Leiden und Freuden mich geleiten.
Ich möcht, dass einer mit mir geht.


Text und Melodie Hanns Köbler aus: "Neue geistliche Lieder", Gustav Bosse Verlag, Regensburg

 

zusammengestellt von Richard Pschibul

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